Apr 30, 2010
John Batelle interview
John Batelle, one of the smartest guys in the internet, with very interesting insights about the future of media and advertising.
Apr 27, 2010
Wieviel Geld sollte noch in eine Brand-Homepage fließen?
Momentan ist NBA-Playoff-Zeit. Das bedeutet, dass sich meine Tage verschieben und ich oft nachts – via Laptop auf dem Flatscreen – US-Fernsehen auf verschiedensten Sendern schaue. Abgesehen davon, dass man in der Anzahl weit mehr Spots je Sendestunde zu sehen bekommt als bei uns, ist es sehr auffällig, dass extrem viele Marken, unter anderem Werbe-Schwergewichte wie "Miller Lite", nicht mehr ihre Homepages, sondern ihre Facebook-Seiten bewerben.
Ein Facebook-Fan (oder neuerdings… „Gefällt mir-Follower“) hat gegenüber dem Homepage-Besucher den Vorteil, dass man ihn nicht nur einmal zu Gast hat, sondern ihn immer wieder erreichen kann (mit Posts in seinen Newsfeed), man sofort eine Idee über Alter, Geschlecht, Wohnort hat (über sein Profil) und dass ein direkter Rückkanal offensteht, der Nutzer also direkt kommentieren, posten, sein Gefallen (oder auch Missfallen) als „Engagement“ ausdrücken kann. Das ist aber nicht der einzige Aspekt, der hierbei eine Rolle spielt. In den letzten Jahren scheint eine Entwicklung eingetreten zu sein, die endlich die Virtualität digitalen Contents würdigt (wie hier das Beispiel Kyte).
Einzelne Artikel, Bilder, Videos und Informationen werden nicht mehr wie ein digitalisierter Prospekt zwanghaft in einem bestimmten Kontext innerhalb einer Webseite präsentiert, sondern als kleinste Kommunikationseinheit von ihrem Ursprungsort losgelöst, (theoretisch unendlich oft) vervielfältigt und überall im Web verfügbar gemacht. Die Homepage ist somit nur noch der Ursprungsort von Information, die Quelle, aber nicht mehr der Anker, über den dieser Inhalt festgehalten wird. Unsere von materieller Medienrezeption geprägte, zwanghafte Vorliebe für Strukturierungen, Rubrizierungen, Indexierungen und Vermeidung von Dopplungen scheint im freien Internet so langsam ausgedient zu haben. Einmal veröffentlichter Content, sagen wir: auf einer Homepage, wird nicht mehr im alten, ursprünglichen Wortsinn „ver-öffentlicht“, sondern eher „zur Distribution durch jedermann freigegeben“. Von hier aus kann er aufgegriffen, in Facebook, MySpace und anderen Networks, in Blogs, Homepages und Profilen integriert werden...
Ein Facebook-Fan (oder neuerdings… „Gefällt mir-Follower“) hat gegenüber dem Homepage-Besucher den Vorteil, dass man ihn nicht nur einmal zu Gast hat, sondern ihn immer wieder erreichen kann (mit Posts in seinen Newsfeed), man sofort eine Idee über Alter, Geschlecht, Wohnort hat (über sein Profil) und dass ein direkter Rückkanal offensteht, der Nutzer also direkt kommentieren, posten, sein Gefallen (oder auch Missfallen) als „Engagement“ ausdrücken kann. Das ist aber nicht der einzige Aspekt, der hierbei eine Rolle spielt. In den letzten Jahren scheint eine Entwicklung eingetreten zu sein, die endlich die Virtualität digitalen Contents würdigt (wie hier das Beispiel Kyte).
Einzelne Artikel, Bilder, Videos und Informationen werden nicht mehr wie ein digitalisierter Prospekt zwanghaft in einem bestimmten Kontext innerhalb einer Webseite präsentiert, sondern als kleinste Kommunikationseinheit von ihrem Ursprungsort losgelöst, (theoretisch unendlich oft) vervielfältigt und überall im Web verfügbar gemacht. Die Homepage ist somit nur noch der Ursprungsort von Information, die Quelle, aber nicht mehr der Anker, über den dieser Inhalt festgehalten wird. Unsere von materieller Medienrezeption geprägte, zwanghafte Vorliebe für Strukturierungen, Rubrizierungen, Indexierungen und Vermeidung von Dopplungen scheint im freien Internet so langsam ausgedient zu haben. Einmal veröffentlichter Content, sagen wir: auf einer Homepage, wird nicht mehr im alten, ursprünglichen Wortsinn „ver-öffentlicht“, sondern eher „zur Distribution durch jedermann freigegeben“. Von hier aus kann er aufgegriffen, in Facebook, MySpace und anderen Networks, in Blogs, Homepages und Profilen integriert werden...
Apr 26, 2010
Apr 20, 2010
Apr 18, 2010
Digital Natives sind auch alt - jetzt kommen die echten Media Junkies
Für ein Projekt habe ich in der letzten Woche viel über Twens und deren Mediennutzung recherchiert. Die waren im Jahr 2000 im Schnitt irgendwas um 15, 16 Jahre alt und kennen demnach kaum ein Leben ohne Browser - sie leben hochgradig vernetzt, sind "always on" und managen ihre persönlichen Beziehungen ein "bisschen anders" als die 40+ - Generation. Dann aber fand ich eine Studie über 8-18jährige - zwar in den USA, aber wir können wie immer darauf wetten, dass sich die dortigen Verhältnisse mit ein wenig Verzögerung auch hier einstellen werden - und unsere Twens kommen mir schon wieder alt vor.
Dass viele Menschen - insbesondere jüngere - mehr über Social Networks als über E-Mail kommunizieren würden, war ja zu erwarten. Wenn man dann sieht, dass es nun endgültig passiert ist, fühlt man sich dennoch... alt. E-Mail war bisher DIE Killer-Applikation des Webs und in jeder Umfrage über "Was würden Sie am meisten vermissen, wenn ihnen morgen das Internet abgeknipst wird" die unangefochtene Nummer eins. Ich gebe zu, bei mir wäre es mittlerweile (abgesehen vom Beruf) auch schon eher Facebook als die E-Mail.
Bei den jüngsten muss man sich allerdings fragen, ob die nur noch eine E-Mail-Adresse haben werden, um sich irgendwo anzumelden und zu registrieren. Wenn die Twens ein Leben ohne Browser nicht kennen, dann kennen die 8-18jährigen kein Leben ohne Social Network, ohne Spielekonsolen mit Onlineportalen, ohne mobile Handsets. Was uns wie Magie vorkommt - alle Inhalte können über alle Geräte irgendwie überall abgerufen werden - ist für die "kleinen Menschen" normal. Meine Nichte hat im Alter von 5 Jahren auf meinem Flatscreen mit dem Finger herumgetippt und sich gewundert, warum das Ding nicht reagiert.
Schaut man sich jetzt die Geschwindigkeit an, mit der sich neue Technologien oder Geräte durchsetzen, dann merkt man erst, wie langsam und behäbig die von uns als schnellste Medienrevolution aller Zeiten empfundene Internetentwicklung war - verglichen mit heute. Die ganze Sache nimmt erst jetzt richtig Fahrt auf. Wenn man sich überlegt, dass das iPhone erst Ende 2007 in Deutschland ankam und das erste Android Phone erst 2008 in Deutschland erhältlich war, dann müssen uns die Entwicklungen von 1995-2000 ja wie das reinste Schneckentempo vorkommen (gefühlt war es allerdings eher ein Wimpernschlag). -Read more
Dass viele Menschen - insbesondere jüngere - mehr über Social Networks als über E-Mail kommunizieren würden, war ja zu erwarten. Wenn man dann sieht, dass es nun endgültig passiert ist, fühlt man sich dennoch... alt. E-Mail war bisher DIE Killer-Applikation des Webs und in jeder Umfrage über "Was würden Sie am meisten vermissen, wenn ihnen morgen das Internet abgeknipst wird" die unangefochtene Nummer eins. Ich gebe zu, bei mir wäre es mittlerweile (abgesehen vom Beruf) auch schon eher Facebook als die E-Mail.
Bei den jüngsten muss man sich allerdings fragen, ob die nur noch eine E-Mail-Adresse haben werden, um sich irgendwo anzumelden und zu registrieren. Wenn die Twens ein Leben ohne Browser nicht kennen, dann kennen die 8-18jährigen kein Leben ohne Social Network, ohne Spielekonsolen mit Onlineportalen, ohne mobile Handsets. Was uns wie Magie vorkommt - alle Inhalte können über alle Geräte irgendwie überall abgerufen werden - ist für die "kleinen Menschen" normal. Meine Nichte hat im Alter von 5 Jahren auf meinem Flatscreen mit dem Finger herumgetippt und sich gewundert, warum das Ding nicht reagiert.
Schaut man sich jetzt die Geschwindigkeit an, mit der sich neue Technologien oder Geräte durchsetzen, dann merkt man erst, wie langsam und behäbig die von uns als schnellste Medienrevolution aller Zeiten empfundene Internetentwicklung war - verglichen mit heute. Die ganze Sache nimmt erst jetzt richtig Fahrt auf. Wenn man sich überlegt, dass das iPhone erst Ende 2007 in Deutschland ankam und das erste Android Phone erst 2008 in Deutschland erhältlich war, dann müssen uns die Entwicklungen von 1995-2000 ja wie das reinste Schneckentempo vorkommen (gefühlt war es allerdings eher ein Wimpernschlag). -Read more
Apr 14, 2010
Apr 9, 2010
The new digital divide? Couch vs. Desk
The iPad and especially iAds revealed that Apple obviously thinks that an open internet in browsers sucks. They cannot kill it at once, so here’s their step-by-step-approach: They are working on a new digital divide. Apple builds an Internet for couch potatoes. An Internet that they can control.
While using the web from your desk you will have a keyboard, a mouse and a screen that is not owned by anybody, and download.com is something like your open app store. You are able to comment on articles, publish your own stuff, move easily from one to the other site and perform searches. You find unexpectedly relevant stuff by searching or from other users’ recommendations. You can discover stuff that you never thought it could exist.
Until last month, you would have similar opportunities while browsing from your couch. You would have a netbook or a laptop on your knees, or use the browser on your tiny little smartphone - where a few hundred thousand apps would not be able to compete with more than 10 billion websites, so only a few percent of your internet time would be spent in apps. With an iPad and a 60/40 split from iAds for developers, this might change dramatically. There will be a ton of new apps. For many developers (and maybe publishers, game developers etc.) the day could come where it might become more profitable to offer their stuff exclusively on apps instead of the free internet...
Apr 6, 2010
Jeff Jarvis finally says it
I loved his book "What would Google do" and Jeff's strict approach to the internet as a dialogue, two-way, open communication platform where everyone can do pretty much anything. Since I read the book I visited his blog buzzmachine almost daily - and I knew from an older post, a very old post, that Jeff would be an iPhone user. How could someone who is so strictly oriented on dialogue, participation and exchange that he gives a speech at a conference entitled "Sorry, this is Bullshit" because it followed a "one-speaks-others-listen"-structure, how could someone like that use an iPhone and get an iPad without even saying anything about the old-school, control-oriented, closed internet approach over apps, especially when Google is trying to do the exact opposite? Well, the day came, and here are just 2 sentences:
"The iPad is retrograde. It tries to turn us back into an audience again. That is why media companies and advertisers are embracing it so fervently."
and
"So I see the iPad as a Bizarro Trojan Horse. Instead of importing soldiers into the kingdom to break down its walls, in this horse, we, the people, are stuffed inside and wheeled into the old walls."
Check the full post here.
"The iPad is retrograde. It tries to turn us back into an audience again. That is why media companies and advertisers are embracing it so fervently."
and
"So I see the iPad as a Bizarro Trojan Horse. Instead of importing soldiers into the kingdom to break down its walls, in this horse, we, the people, are stuffed inside and wheeled into the old walls."
Check the full post here.
Apr 3, 2010
Apr 2, 2010
John Batelle - You have to love this guy
Strong blog read recommendation: John Batelle's Blog.
Thoughtful and funny, and I need to just copy his post from yesterday. There's nothing to add.
But...April's Fools is so boring now, ain't it?
Thoughtful and funny, and I need to just copy his post from yesterday. There's nothing to add.
April Fools!
March 31, 2010
BY JOHN BATTELLE
I was going to post...
...That Twitter had been sold, for 1.75 billion, to Google (who would pay that, I'd reckon).
...That MySpace had been sold, for 250 million, to Viacom (who would pay that, just to rub it into Murdoch's face).
...That Google had announced it was only kidding about China, and was ready to play ball again with the PRC.
...That Facebook had made all public actions available in its API (oh wait, that's going to be true!)
....That Foursquare announced it was no longer doing high profile deals and instead was going to focus on its product.
....That Yahoo and AOL were merging.
....That Microsoft had won the iPhone and iPad search business
...That Apple was opening up the iTunes store to web crawling, made peace with Adobe, and was launching an effort to create an SDK that ported iPhone/Pad apps to Android
...That Amazon had launched a payment business to compete with PayPal
...That eBay had bought Skype, again.
....and that Nokia had bought RIM.
Subscribe to:
Posts (Atom)










