Technology is our friend: June 2011
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June 28, 2011

How Much Is Our User Generated Content Worth?

Article first published as How Much Is Our User Generated Content Worth? on Technorati.

A few days ago, mycube.com published an infographic in their blog. It is about the amount and value of user generated content on social networking sites, and at the end it asks: "Shouldn't users own their own content?" Well, in my opinion the answer is: NO. Just like the Huffington Post is sued by unpaid writers who had to witness the sale of the site for ridiculous money to AOL - and many people agree with them - I don't, and I feel we are looking at things from the wrong perspective.

The infographic states that a combined total of around 3,7 billion dollars are made from Twitter, LinkedIn, MySpace, YouTube and Facebook alone - from "our" content. While it seems to be a normal reflex to think that we should get a share of all this money, we forget that we get value in return:

I want to get links to interesting articles from Facebook friends, I want to see the latest NBA highlights on YouTube, I want to be able to look up someone I will encounter in a meeting on LinkedIn and I want to have my daily Conan O'Brien tweet. And I want to have a Like-Button in my own blog or be able to embed some YouTube video. That's more than enough value to me.

 So while Facebook generated 1,86 billion USD turnover in 2010 (and let's assume there were 550 million users during that year in average), everyone contributed content worth 3 dollars and 38 cents - consider this your fee to make Facebook happen, and it even did not come literally out of your pocket. It's a bit more than 28 cents a month, and that is by far less than the value the platform has given me.

On YouTube, we all watch around 720 billion (!) videos per year. Weigh that against the 945 million in revenue: 0,001 dollars per video, and I had priceless moments watching YouTube. It's simply worth it to give them my content for free.

If we combine the 5 social networks mentioned above and their roughly 3,7 billion total turnover in 2010, and again assume only 550 million different users would have visited those in total worldwide, we have an average value contribution of 6,73 USD per user during the whole year. Consider this your flat fee to use these 5 networks: slightly more than half a dollar per month.

Wikipedia
No: we, the users, shouldn't own this content. Because if we owned our "own" content that we upload and submit to these platforms, we could sue these platforms to give us a share of the advertising revenue generated with it - and I would take bets that some of these platforms (that are of nearly unmeasurable value to many businesses and private persons) simply wouldn't exist if this were the case.

Maybe this will change in future: If we look at some crazy valuations (like 100 USD per user on LinkedIn), the ratio then might suggest that a social network should share revenue with its users. But until then, I am happy with the fact that these are free of charge, or, a matter of perspective, cost me half a dollar worth of content each month. To me, it's a bargain.
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Summary of my German post on data from earlier today


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June 27, 2011

Take your time for this

And keep in mind - this talk is from 2005.

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Meine Daten, Deine Daten

Datenschutz ist ja ein riesiges Thema. Dabei geht es den meisten Leuten darum, dass nichts und niemand Daten von nichts und niemandem kriegt, was ich ja ganz anders sehe. Daten machen so viele Dinge einfacher. Entscheidungen treffen zum Beispiel. Wo es aus meiner Sicht Regelbedarf gibt, ist nicht primär die Frage, welche Daten von wem wo erhoben und wie lange gespeichert werden, sondern wem diese zugänglich gemacht werden und wer über den Zugriff bestimmt - also letztlich, wem sie gehören. ICH würde schon gerne Zugriff auf meine Verbindungsdaten haben, wenn es um meine Mobiltelefonrechnung geht. Ich finde auch die iPhone/Android-Location-Tracking-Daten interessant. Ich würde nur gern selbst entscheiden, wer wann Zugriff darauf erhält. Nun kann man darüber streiten, ab wann Daten von öffentlichem und wann von privatem Interesse sind. Zum Beispiel bei Google Streetview – ob das öffentliche Interesse daran, wie die Gneisenaustraße in Berlin aussieht, über mein Interesse gestellt werden kann, dass ich mein angemietetes Wohnungsfenster nicht im Internet sehen will. Ungelöst, aber immerhin diskutiert. Für mein Empfinden viel dringlicher und gleichzeitig viel zu wenig diskutiert wird die Frage, was mit den Daten meines digital dokumentierten Internet-Verhaltens passiert. Wenn ich bei Zalando einen ungekauften Warenkorb hinterlasse oder mir einfach nur ein paar Produkte ansehe, werde ich diese oder ähnliche Produkte noch Tage darauf in zahllosen Bannern auf zahllosen Websites wiedersehen.
Meine Sneaker-Interessen auf Blogger.de
Der Retargeting-Vermarkter hat diese Daten, aber meinem Verständnis nach sind das MEINE. Und wenn mir jemand beim Surfen über die Schulter schaut und sich ein bisschen im Web auskennt, weiß er, wie es mit meinem Sneaker-Geschmack steht oder welches High-Heel-Geschenk ich gerade plane, obwohl ich vielleicht nur auf irgendeinem Blog herumturne, der damit oder mit Schuhen im Allgemeinen nichts zu tun hat.

Retargeting-Anbieter argumentieren, dass sie ein Vielfaches höhere Klickraten haben als normale Banner, und demnach eigentlich einen Service anbieten, der ja offenbar besser ankommt als ungezielte „Gießkannen“-Werbung. Damit eröffnen sie die Diskussion, die uns immer wieder beim Thema Datenschutz begegnen wird: Nutzen versus Datenfreigabe. Meine Erfahrung im Internet ist: Wenn der Nutzen stimmt, ist den Usern Datenschutz egal. Dahinter verstecken sich wieder andere und wollen den Nutzer vor sich selbst schützen – selbst wenn Du Deine Daten öffentlich machen willst, soll es Dir nicht ohne Weiteres möglich sein. Dabei wird hier aus meiner Sicht der zweite Schritt vor dem ersten gemacht, denn es gälte wirklich zunächst einmal zu definieren, welches MEINE Daten sind. Irgendwie diskutieren wir sehr viel über Google Streetview und Facebook (das sehr granulare Einstellungen dafür bietet, was für wen ersichtlich ist), aber nehmen es stillschweigend hin, dass unsere Daten anscheinend immer dem gehören sollen, der den Platz anbietet, auf dem wir sie erzeugen: Wenn ich in einem Hotel schlafe, kann ich mir selbst eine kleine Hoteldatenbank anlegen und meine Übernachtung händisch darin verzeichnen, aber es ist ganz selbstverständlich so, dass das Hotel nachhält, wann ich da war, ob ich schon einmal da war, welchen Raum ich hatte usw. Wenn ich in einem Online-Shop etwas kaufe, ist „meine“ digitale Spur die Bestätigungsemail und mit Abstrichen die „History“ in meinem Browser, aber der Shop legt ein umfassendes Kundenprofil über mich an (wenn er schlau ist). Auch hier wird wieder die Diskussion von Nutzen einerseits versus Daten-Freigabe andererseits kommen, aber auch hier wäre der Nutzen auch dann leicht zu erzeugen, wenn nicht der Shop, sondern ich über meine Daten verfügen würde: 

So, wie das Web 2.0 weitestgehend eine Portabilität von Content hergestellt hat (etwa in RSS oder „embeddable“ Content wie Youtube Videos), müsste die nächste Entwicklungsstufe des Internets eine Daten-Portabilität herstellen, die es mir erlaubt, MEINE Daten von A nach B mitzunehmen.

Vorreiter hierin sind wieder einmal meine Freunde von Facebook. Wenn ich auf eine Seite gehe, die den Like-Button implementiert hat, kann mir zu einem beliebigen Stück Content, sagen wir einem News-Artikel, angezeigt werden, welche meiner Freunde diesen Artikel „geliked“ haben. Oder was sie sonst auf der Seite getan haben, wie hier unter dem ersten Link bei Mashable. Mein Freund "V..." empfiehlt einen Artikel:

Dabei sind es meine individuellen und persönlichen Freunde – geht jemand anderes auf dieselbe Webseite, werden ihm andere Personen angezeigt, die diesen oder eben andere Artikel „geliked“ haben. Jetzt sind es technisch nicht meine, sondern Facebooks Daten, die dort angezeigt werden, aber immerhin verspüre ich das Gefühl, dass mir Zugang gewährt wird zu vorliegenden Daten über die Nutzung jener Webseite, und dass ich selbst eine „Datenspur“ lege, derer ich mir bewusst bin (siehe den zweiten Link im Bild oben), wenn ich den Like-Button klicke. Wenn ich mich via Facebook in eine Seite einlogge, dann personalisiere ich mir die Seite quasi selbst, indem ich meine Facebook-Verbindungen „mitnehme“. Auf Tripadvisor sehe ich, welche meiner Freunde bereits welche Stadt bereist haben, und wenn diese Empfehlungen hinterlassen haben, dann sind diese – natürlich – relevanter für mich als die von wildfremden Menschen.

 In diesem Sinn werden „meine“ (also von mir und meinen Freunden bei Facebook hinterlegte) Daten portabel. Die Anbieter-Webseite behält immerhin nicht alles für sich (wie es ohne Facebook Connect der Fall wäre), sondern gibt über eine dritte Instanz immerhin ein paar Daten frei. Von meinen Freunden erzeugte, und von mir erzeugte, die gemeinsam eine intelligente Lösung ergeben.
Niemand kann sich bedingungslos wohl damit fühlen, wenn dieser Job als dritte Instanz "zwischen" mir und einer Anbieterwebsite unreguliert von einer Firma ausgeführt wird, die auch bald an die Börse geht und Quartalsberichte abgeben müssen wird und von allen zu einer maximalen Kapitalisierung der eigenen Möglichkeiten gezwungen werden wird. Aber immerhin weist dieses den Weg in eine Zukunft, in der Daten die Plattform und „social“ die Intelligenz stellen wird; in der ICH mein Webverhalten „mitnehmen“ kann, und zumindest teilweise Einfluss darauf nehmen kann, was von mir wo gespeichert und verwendet wird.

Ein kleines Beispiel dazu, was Daten-Portabilität bewirken könnte, wenn sie denn mal existieren würde: In schöner Regelmäßigkeit sagt mir mein Drucker, dass der Toner alle ist. Wenn ich nun bei Amazon einen neuen Toner bestellen will, erhalte ich zusätzlich zum Produkt diese Information:

Amazon weiß, welcher Toner in meinen Drucker passt, weil ich auch meinen Drucker dort gekauft habe, und teilt mir dieses in dem kleinen Kasten unterhalb der "Auf Lager"-Meldung mit. In diesem Beispiel werde ich vor einem Fehlkauf bewahrt:
Ich werde mir "SCX-4500 MFD" niemals in diesem Leben merken und ich weigere mich auch, das zu tun. Abgesehen davon ist diese Geilo-Produktbezeichnung auch an keiner einfach erreichbaren Stelle meines Druckers zu sehen. Ich kaufe also erst, wenn ich das hier sehe:
Schlaue Website: Zugriff auf "meine" Daten.


Gehe ich jetzt aber physisch in einen Media Markt oder auch nur online in einen anderen Webshop, kann ich diese Daten nicht mitnehmen. Ich muss jedem aufs Neue erklären, welche wirre Zahlen- und Buchstabenkombination das Modell umschreibt, das sich Drucker schimpft und bei mir im Regal steht. Dabei betrachte ich die Transaktionsdaten zum Druckerkauf, die Amazon verwendet, mindestens mal moralisch als MEINE Daten. Aber dem Office Discount bleiben diese vorenthalten.
Dumme Website: Kein Zugriff auf "meine" Daten.

Ich würde gerne bestimmen, wem ich diese zugänglich mache und wem nicht. Aber selbst wenn ich diese Daten freigeben wollte, gäbe es die technische Plattform dafür nicht, meinen Druckerbesitz allen Toner-Läden im Internet verständlich temporär zu übergeben, damit ich optimal bedient werden kann. Die Webseite von "Office Discount" bleibt notgedrungen "dumm", und Amazon bleibt "schlau". Das Toner-Beispiel ist nur eines von vielen. Ich kann meine Musiksammlung in iTunes nicht einem anderen Shop zugänglich machen, um vernünftige Empfehlungen zu kriegen. Ich kann die Daten meines Bordcomputers im Auto nicht jedem Händler oder Autohersteller zugänglich machen, damit er mir das ideale Gefährt für mein Fahrverhalten nennen kann. Ich kann die Liste der von mir auf SPON gelesenen Artikel nicht dazu verwenden, um Süddeutsche.de für mich zu personalisieren. Die Liste ist endlos.  
So sehe ich es als die dringlichere Frage an, dem Erzeuger von Daten Zugriff und Selbstbestimmung über Daten zu geben, als zu regulieren, wie lange welcher Anbieter im Internet welche Daten über mich speichern kann und was er damit machen darf. Die Frage sollte sich erst dann stellen, wenn auch darüber diskutiert wird, wer eine solche Service-Rolle des Verwahrens und „Zugriff-Gebens“ von Daten über mich einnehmen könnte und sollte, und auf welcher technischen Plattform das geschieht, also wie Daten-Portabilität sichergestellt wird. Bevor wir darüber diskutieren, ob ein quadruple-opt-in für einen Newsletter notwendig ist oder schockiert darüber sind, dass alles, was ich tweete, von jedem lesbar sein wird, sofern ich nicht meinen ganzen Account auf „privat“ stelle, Radiergummis fürs Internet fordern und ähnlichen Quatsch herbeifantasieren, sollten wir darüber nachdenken, wie man als User Zugriff auf all das erhält, was man eben gerade nicht tweetet. Daten-Portabilität ist ein „next big thing“, und wie ich unsere bisherigen Daten-Diskussionen darüber sehe, kommt das hier erst auf die Agenda, wenn es einen solchen Dienst bereits gibt (aus irgendwo, wo lasche Gesetze das halt erlauben), der von ein paar hundert Millionen Nutzern verwendet wird.    
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June 21, 2011

A new era has begun

A few days ago, YouTube announced that it will stream the Copa America 2011 Live. I learned it today and just pinned down some initial thoughts. This is a topic I will closely follow and cover in this blog.

YouTube has already had some sports events, among those the Indian Premier League in Cricket. But it never had such a huge Sports Event and this may be an indication for a new era that is just beginning.

The Copa America is not some other notch in their sports bedpost, but a whole new league: First of all, it is soccer, which is the most popular sport worldwide. Secondly, after FIFA World Cup and UEFA EURO, it is the biggest single event for national teams and we have Argentina, Brazil, Uruguay participating who obviously list some of the world's best players. And third: This is the first time a "neutral" internet platform is used as a real broadcasting partner. In their blog, YouTube does not reveal much.
We learn that

  • every game will be shown live, from pool games to the final
  • every game will be available on demand 
  • there will be highlight reels and round-ups
  • the matches will be available in 50 countries
  • the countries are obviously not disclosed yet
I am trying to get details of the deal and its background and haven't got any yet, but the reason I am so excited is that up to now, the internet was not really used as a widely accepted distribution channel in soccer. The NBA has their League Pass, just like the NFL, and you could watch the Ice Hockey and Handball World Championships online or the FIBA World Championship and Euroleague Final Four in Basketball. But these are pay-models and conducted by the governing bodies of the respective sports tournaments. The "real" broadcasting rights are with television, still negotiated on a local (national) level from country to country to squeeze out maximum value. Up to now, internet broadcasting partners were not an option to consider. The last FIFA world cup broadcasting package even bundled TV and internet streaming rights; the national TV stations could decide to stream geoblocked live games. But in this case, YouTube shows itself as a broadcasting partner, just like a TV station.
We don't know how big the deal is until we know the 50 countries involved. And of course they will be geoblocking content for all the other countries (which will include Germany, I am sure). But still, a platform like YouTube eases the tight grip that television stations had on broadcasting rights. Every internet user is tired of not being able to access content that is just there but is being withheld from them for reasons that origin from a time where content was by far less accessible than it is today. Many people from countries that are excluded in this deal will use VPNs to watch Copa America. Others will rip the stream from YouTube and put it back up online, on the same or other platforms, but not geo-blocked. This is the snowball that will get the avalanche started:

It is a warning sign for rights holders: The value of the rights will decrease with television stations. But will the gap be filled from earnings through direct marketing of content and internet broadcasters?

It is also a warning sign for TV stations: They will get serious competition either from rights holders themselves who will consider if they market their broadcasts themselves or in cooperation with internet platforms with major reach, just like YouTube. If I were Sky and had the German broadcasting rights for Copa America, I would not be happy about this deal at all, even if Germany would be on the list of geoblocked markets. But I would worry even more about the value I will be able to bring to the table in future if I were to keep a position in the value chain.

If you look at the reach YouTube has, there have to be monetization models possible that will lead to serious money. In Germany, in April 2011, over 4 billion videos have been viewed online. 3,8 billion were watched on Youtube. 

Since internet broadcasting is much less regulated than TV broadcasts, there have to be advertising models to capitalize on this massive reach also during the live stream of a football match, geo-tagged and maybe even targeted to the profile of the YouTube user. Probably you can set new CPM records with live broadcasted soccer highlights and targeted ads on YouTube. With a reach like that, you must be an attractive broadcasting partner to holders of sports broadcasting rights. With a monetization model of some kind - and I am keen to see what will happen during Copa America or to learn from whichever source what the deal behind is - this can be the future of live sports broadcasting and therefore the beginning of the end of linear TV, since live events were always considered the last stronghold (besides the nature of huge markets to move slowly on innovation, but that is not a stronghold but a lucky incident). 

Additionally, you can monetize internet reach through TV, at least for the transition phase of parallel linear TV and internet usage. The NBA had over 3 billion video views online during the past season, and still had the highest TV ratings for years. Maybe the thought behind Copa America is exactly this: make Southern American football more popular through Copa and monetize your future broadcasting rights on Copa Libertadores and local leagues better. The German Bundesliga for example gets 35 million EUR a year for all TV broadcasting rights outside of Germany. If they were to use YouTube for a period of time, lets say, outside of Europe, is it possible to get a higher price for your broadcasting rights in future, be it online or linear TV?

Another huge market gets disrupted, and now is the time for all parties involved to play their cards right. I am excited.

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Groupon may be a bad investment, but its market isn’t

A while back Groupon raised around a billion dollars in a financing round. Usually you need to go public to raise this kind of money, but somehow Groupon managed to convince a bunch of obviously big investors that the money would be well invested. Since then, the company has been discussed heavily, and in my eyes, these discussions are way too 1999: Now, Groupon is representing a whole industry, and when its IPO or eventually the whole company will fail, the whole industry will lose credit. And maybe even social businesses in general.
I never understood why Groupon was considered “social” in any way and why one would invest so much money since there is no network effect, no lock-in, no systematic winner-takes-it-all mechanism in its market like it is apparent in Ebay, Facebook, Paypal and many other businesses. So obviously I would not invest in Groupon as such since I don’t see the strategic advantage the company has against others. I just see tactics. They are fast, and they are executing well, but that doesn’t mean they will be defendig their lunch against anyone who will execute better (and in markets with a network effect, that would be the case). Still, their evaluation went through the roof.


What I am convinced of is the business Groupon is in. So what are they actually doing? They are building local reach (by investing in advertising and maintaining reach through email, Facebook, apps). Then they offer this reach to businesses who act as advertisers. Up to this point, they are no different from any publisher. Where they differentiate is that they don’t assemble their reach through content and offer ad space or banners, but their content and advertising are one: Deals. 
You can’t just advertise a brand or local branch on Groupon. You have to offer a deal which is heavily discounted. Groupon vouches to the consumer that the deal is a real catch; Groupon vouches to the advertiser with its reach that it will pay off (making the deal happen only if a number of x people actually take the offer). That is more or less what any dealmaker does in any business – an agent in real estate, a middle man in business deals: they are "just" a broker or mediator. The mechanics are excellently analyzed in this post from 2009 (!!) by Evan Miller.


But it’s nothing social – just because there are groups of people involved that doesn’t mean it has to be something truly networked with social media dynamics, even if it looks so at first sight. But they have another edge: by offering deals Groupon is not a local attention broker (like a publisher), but a transaction broker. This is where it gets interesting. To businesses, Groupon is like a virtual sales force that will deliver results as long as you have a very appealing offer. The businesses that put up deals on Groupon don’t earn too much (and sometimes even lose money) since they have to heavily discount their offer and give a huge share of that discounted price to Groupon – but they manage to bring people into their outlets and often enough reach new potential buyers.
That is everything you could ask for from a local advertisement. Additionally, they get a communication value out of Groupon’s local reach and the unique way their editors are describing the businesses. So Groupon’s offer is at least as good as anybody’s local advertising offer.

From an internet perspective, this kind of business is like a real life Google. Instead of directing traffic to websites of businesses, it brings (real human) traffic to actual, real, physical stores. From the perspective of a participating business, it will give you a guaranteed number of new clients who will show up in your store and experience your offers. So in the end, the customer profits (deals), the advertiser profits (real value from an ad budget), Groupon profits (in turnover and data). This is powerful.
I cannot see why Groupon as a company should hold a majority of this market (which is also indicated by the bazillion of clones) on the long run. Many say that they will be profiling people so well based on their reactions to deals that they will be able to target small portions of their audiences with perfect offers; I doubt that this will give them an advantage that will be able to lock out competition.

What I can see is that the market Groupon is in will grow and blossom, because it transforms “communication only” budget into “communication and transaction budget” for businesses. Anyone who offers (local) reach will have to ask themselves if their clients will be happy with “communication only” on the long run. Infected by these deal mechanics, advertisers will ask for performance based forms of advertising – where performance is not measured in clicks, but in actual turnover and physical customer relations; this will get to anyone who wants to capitalize their reach through sponsors or advertisers. Newspapers and their websites, football clubs, magazines, portals, freemail-providers and I don’t know who else. Social networks, Ebay, maybe even telcos. Facebook already launched Deals, Google is in there, too. The industry of online-to-offline-traffic-generation through coupons and deals should be seen independently from Groupon as a single company.

As German entrepreneur Verena Delius was quoted yesterday: Groupon may become the Enron of the internet business, in terms of damage that the business might give to an industry. But I would like to see the whole analogy: We’re talking energy business here.
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June 3, 2011

Warum der +1 Button kein „Big Deal“ ist

Google hat vor kurzem den lang erwarteten „Plus1-Button“ eingeführt. Dieser gilt als eine Art Antwort auf den monströs erfolgreichen (s.u.) Like-Button von Facebook. Zwar ist er in Erscheinung und Art durchaus ähnlich, in meinen Augen aber sehr unterschiedlich in der Funktionsweise. Für Webseiten-Betreiber ist er dennoch auf seine Art nützlich (deswegen hat auch dieser Blog seinen „+1“-Button). Auf welche Art, soll hier kurz vorgestellt werden - angefangen mit Googles eigener Präsentation dieser Anwendung:
 

Oberflächlich betrachtet ist er dem Like-Button von Facebook sehr ähnlich. Dieser wurde laut Mashable ein Jahr nach seiner Einführung auf über 2,5 Millionen Webseiten außerhalb Facebooks integriert (darunter 80 der Top100 Webseiten in den USA), und Facebook kommunizierte zum Geburtstag die Zahl von 10.000 neuen Implementierungen - täglich.

Schauen wir uns zunächst an, was der Like-Button bewirkt, wenn er außerhalb Facebooks eingesetzt wird. Nehmen wir den gerade verlinkten Artikel zum Like-Button in Mashable. Klickt man dort „Like“, wird man aufgefordert, die Geschichte in Facebook zu teilen.

Selbst wenn man das aber nicht macht, erscheint im Newsfeed des „likenden“ Nutzers die Benachrichtigung darüber, dass ihm dieser Artikel gefällt. Einige meiner 700 Freunde bei Facebook sehen also in ihrem Newsfeed dieses hier:

Ich (erscheine dabei zwar passiv, aber dennoch:) teile also meinen Freunden in Facebook mit, dass mir dieser Artikel gefällt. Eingen dieser Freunde erscheint er zeitnah in ihrem Newsfeed. Darüber hinaus, das kann man auch ganz rechts oben in diesem Blog beobachten, sehen Besucher des Artikels, wie viele Menschen insgesamt hier „Gefällt mir“, also „Like“ geklickt haben. Und wenn eigene Facebook-Freunde dabei sind, werden einige von ihnen gesondert ausgewiesen.

Der Like-Button erfüllt also auf zweierlei Weise eine Empfehlungsfunktion:
  • Nah Echtzeit im Newsfeed von Facebook-Freunden
  • Bei Besuch einer Webseite als Indikator, ob etwas lesenswert oder besonders populär ist
Während die Nutzung des Like-Buttons innerhalb Facebooks noch weit vielschichtiger ist, so kann man die Motivation, außerhalb Facebooks auf einer anderen Webseite den Like-Button anzuklicken, also in der Empfehlung an Freunde sehen (kein Wunder, dass die „Zweitversion“ des Like-Buttons mit identischer Funktion „Empfehlen“ bzw. „Recommend“ heißt, zu sehen auch ganz oben in diesem Beitrag unter der Überschrift).

Google beschreibt den „Plus1“ ganz ähnlich: The +1 button is shorthand for "this is pretty cool" or "you should check this out." Als eingeloggter Google-Nutzer erscheint bei Rollover der Hinweis, dass man hiermit öffentlich eine Empfehlung ausspricht (und trotzdem sehe ich das nächste Privacy-Desaster auch schon am Horizont).

Allerdings passiert direkt ersichtlich beim Click des “+1” zunächst: Nichts. Außer, dass der Zähler umspringt (plus eins) und mir als Nutzer indiziert wird, dass ich den Artikel jetzt empfohlen habe, indem der Button sich dunkel verfärbt.

Weiterhin ist in meinem Google Profil eine Auflistung meiner +1 ersichtlich (die man auch auf nicht-öffentlich schalten kann. Mein Google Profil habe ich seinerzeit zum Ausprobieren des Über-Erfolgs „Google Buzz“ eingerichtet und es dürfte ungefähr 0,01 Besucher pro Halbjahr verzeichnen). 



Der einzige Ort, wo meine Empfehlung wirklich sichtbar wird (derzeit nur in der US-Version), ist dort, wo Google zuhause ist: In der Suche.



Weiterhin kann man jedes Suchergebnis direkt in der Auflistung von Links „+1“-en (neben jedem Link ist das Icon dafür angedeutet), womit der +1-Button eigentlich ein paar Milliarden Implementierungen täglich haben sollte, wenn man so will. Es kann also sein, dass man nach etwas sucht, und dann hervorgehobene Suchergebnisse findet mit dem Hinweis, welche Freunde (mit denen man via Google verbunden ist) diesen Link „+1-ed“ haben. 

Der +1 Button erfüllt seine Empfehlungsfunktion also auch auf zwei Arten:
  • In den Suchergebnissen von Freunden
  • Bei Besuch einer Webseite als Indikator, ob etwas lesenswert oder besonders populär ist
Während sich die Buttons also im zweiten Punkt ähneln, ist im ersten Punkt der zentrale Unterschied zwischen dem Like-Button und +1-Button sichtbar: Beide bestärken das, worin ihre Inhaber führend sind.

Facebooks Button erzeugt „unerwartete Relevanz“: 
Im Newsfeed meiner Freunde taucht nicht der Hinweis auf einen Artikel auf, weil sie danach suchen, sondern weil ich diesen Artikel mehr oder weniger aktiv empfehle. Und da es sich um Freunde handelt, ist die Wahrscheinlichkeit groß genug, dass es sich um eine relevante Empfehlung handelt. Auf diese Weise (so geht es mir zumindest in meinem Facebook-Newsfeed täglich) stößt man auf Inhalte, die relevant sind, nach denen man aber gar nicht gesucht hat und eventuell auch nie suchen würde.

Der +1-Button macht hingegen nur das, worin Google wiederum ohnehin schon führend ist: Er ergänzt die „erwartete Relevanz“ und hilft, schneller zu relevanten Ergebnissen zu kommen, wenn man etwas sucht. Wobei es aus meiner Sicht fraglich ist, wie sehr Nutzer motiviert sein werden, zu "+1"-en, wenn keine direkte Auswirkung sichtbar ist - und eventuell auch nie eintritt, wenn nämlich keine Freunde nach entsprechenden Dingen suchen. 

Anders gesagt: Der Like-Button ist Marketing und der +1-Button ist SEO.
Für Betreiber von Webseiten hingegen sind beide Empfehlungsformen Quellen von Traffic, und ich kenne keine größere Webseite mehr, die unter den zwei wichtigsten Traffic-Lieferanten nicht die Firmen Google und Facebook (zumeist – noch – in dieser Reihenfolge) auflistet. Deswegen habe auch ich hier im Blog einen +1 und bin mir auch sicher, dass dieser ebenfalls große Verbreitung finden wird - nur ist er in dieser Form eben alles andere als Googles großer Move in Richtung „social“, sondern bedient weiterhin nur eine, nämlich die Google'sche Logik des Auffindens von Inhalten: die gezielte Suche. Die ungefragte Empfehlung, in der Facebook der Großmeister ist, hat Google damit noch nicht einmal touchiert. Als "Antwort auf den Like-Button", wie er fast überall bezeichnet wird, taugt er aus meiner Sicht damit nur bedingt.


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Mein Griechenland-Rezept: Radikale Digitalisierung

Offensichtlich bin ich beim Thema der griechischen Finanzkrise nicht vollkommen neutral und teilnahmslos. In den letzten Monaten wurde ich aber auch ein wenig dazu getrieben, mich mehr als eigentlich gewollt (oder geneigt) mit dem Thema zu beschäftigen, weil zur Höhephase der Hilfen-Diskussion hinreichend Leute so taten, als würde ich persönlich ihr Geld klauen (und dabei ignorierten, dass auch mein Steuergeld in Deutschland eingeht), und ich immer wieder Stellungnahmen zur allgemeinen griechischen Befindlichkeit abgeben musste, als gäbe es so etwas und selbst wenn, als wäre ich der richtige Pressesprecher dazu. Nun, ich könnte ja jetzt vieles loswerden über eine Kanzlerin, gutes deutsches Geld und faule Südländer, letztlich ist ja ohnehin mangelnde Disziplin und fehlender Arbeitswille schuld, siehe Burkina Faso oder Äthiopien, die sitzen auch nur den ganzen Tag rum oder pflücken für o,2 Cent im Monat Baumwolle, was auch irgendwie eigene Schuld ist. Aber lassen wir das. Wenn ich sehe, dass ganz normale Leute in Griechenland auf die Straße  gehen und protestieren, weil es ihnen an den schmalen Geldbeutel geht, kann ich sie verstehen.
http://images.zeit.de/wirtschaft/geldanlage/2010-02/griechenland-proteste/griechenland-proteste-540x304.jpg

Denn offenbar ist der Plan der, sich das Geld dort zu holen, wo man Zugriff hat. Dabei fehlt dieses ganze Geld neben allerlei Banken-Kram mit lascher Kreditvergabe deshalb, weil man an vielen Stellen eben keinen Zugriff hat: Die Schätzungen gehen auseinander, aber zwischen 20 und 30% der griechischen Volkswirtschaft sollen angeblich am Staat vorbeigehen. Und das kann ich mir auch lebhaft vorstellen; ich kenne Berichte aus der eigenen Familie, nach denen der eine oder andere Zahnarzt quittungslose Zusatzzahlungen beansprucht oder sich im Gegenzug weigert, die notwendige Behandlung vorzunehmen. Es gibt nicht wenige Menschen in Griechenland, die ein Ferienhaus und ein Boot haben, aber mehr oder weniger selbst bestimmen, wieviel Steuern sie zahlen - und was Wunder, sie zahlen intuitiv ein klein bisschen weniger als das, was der Staat ihnen korrekterweise abnehmen würde. So ist eine zentrale Forderung der Protestler in Griechenland auch nicht, was man bei der hiesigen Berichterstattung manchmal annehmen möchte, die Rente mit 31 und eine 40jährige Lohnfortzahlung im Schnupfenfall, sondern eine gerechte Verteilung der Aufwendungen, die am besten bei denen beginnen sollte, die viel verdienen und kaum Steuern zahlen. Wie man einer Wirtschaft Herr werden soll, die seit Jahrzehnten mit gezielter Auslassung von Dokumentation (Zahlung, Rechnung, Lieferung) arbeitet, darüber machen sich ganz bestimmt auch schlauere Köpfe viele Gedanken. Mein erster Vorschlag war, 500 deutsche Finanzbeamte von dem Schlag, wie ich einen am Hacken habe, für ein paar Jahre nach Griechenland zu entleihen (falls Sie das lesen: Das ist ein Kompliment :-). Seit Frau Merkel aber nur Lobeshymnen Richtung Griechenland loswird, also ungefähr seit Beginn der Krise, wird die Akzeptanz ausgerechnet des deutschen Staatsdieners eher schwierig ausfallen (die Quote der Taxifahrer, die Dich in Griechenland auf Merkel ansprechen, wenn du andeutest, in Deutschland zu wohnen: 102%). Bleibt aus meiner Sicht nur noch eines: radikale Digitalisierung. Wir alle wissen, dass die totale Digitalisierung aller nur erdenklichen Vorgänge, also automatisierte Daten-Entstehung, -Erfassung, -Verarbeitung und -Speicherung, das Grundrezept eines totalen Überwachungsstaates ist. Es wäre etwa ein Leichtes, Neuwägen mit einem Chip auszustatten und per GPS und Geschwindigkeitsmessung nicht mehr über Radarfallen, sondern über Digitalisierung alle Temposünder mit Bußgeldern zu belegen. Dass wir das so nicht wollen, außer in den Tempo 30 Zonen vor Schulen und Kitas vielleicht, leuchtet ein. In Griechenland wäre das aber eventuell einer der sauren Äpfel, in die man beißen muss. Also jetzt nicht das Tempobeispiel, sondern der Überwachungsstaat: eine radikale Digitalisierung sämtlicher steuerrelevanten Vorgänge. Im Zweifel müsste man vielleicht nur noch Münzgeld zulassen, wenn überhaupt, damit die 2 Omas in Griechenland, die noch kein Handy haben, auch allein ihr Brot kaufen können. Ansonsten ist aber jeder dort mit einem persönlichen digitalen Gerät ausgestattet. Es gibt viele Länder, bei denen beliebig von Handy zu Handy transferierbare SMS-Guthaben quasi eine Zweitwährung bilden. Wenn wir es weniger afrikanisch wollen, bauen wir halt ein griechisches Paypal, was das geringste Problem darstellen sollte. Aber radikale Digitalisierung hieße: Keine Wassermelone verlässt mehr den Hof ohne RFID Tag und kein Zahnarzt kann seinen Bohrer anschmeißen, ohne dass beim Finanzamt das Taxameter umspringt. Kein Wasser am Kiosk wird verkauft, ohne dass die Transaktion gleich irgendwohin gefunkt wird, und kein Immobilienkauf findet zu irgendeinem steuerpflichtigen minimalen Fantasiepreis statt, weil der Rest nicht in bar an der Autobahnraststätte übergeben werden kann. Radikale Digitalisierung eben. 
http://www.taz.de/uploads/hp_taz_img/xl/gr_universitaet.jpg

Die mittlerweile obskuren 300 Fantastillionen Schulden wird das vielleicht nicht einbringen, aber eventuell muss man dann auch nicht die Akropolis an saudische Sammler verscherbeln und rettet im Nebeneffekt die eine oder andere deutsche Bank davor, nochmal Bailouts in Anspruch nehmen zu müssen. Gibt ja auch Karmapunkte, sowas.
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June 2, 2011

Windows 8 is pretty impressive

During a developer conference - and in their blog - Microsoft just presented Windows 8. I am keen to see how it works with keyboard and mouse, but imagining that all your devices, tablet, PC, phone, could run on such a system and would seamlessly synchronize is pretty powerful. The empire might just strike back.

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